Sonderausstellung: Paul Kälberer und die Stuttgarter Sezession

Zum zehnjährigen Jubiläum zeigt die Kunststiftung Paul Kälberer in Verbindung mit dem Landkreis Rottweil Werke des Malers und Grafikers Paul Kälberer, die auf Ausstellungen der Stuttgarter Sezession zu sehen waren, sowie Arbeiten befreundeter und „wahlverwandter“ Künstler aus diesem Umkreis.
Der aus der Metropole Stuttgart stammende Künstler Paul Kälberer, der sich 1926/27 im Dorf Glatt niedergelassen hatte, blieb zeit seines Lebens „assoziiertes Mitglied“ der Stuttgarter Kunstszene. Der Meisterschüler Christian Landenbergers fand Anschluss an die vom Akademielehrer Heinrich Altherr mitbegründete und geleitete Ausstellungsgemeinschaft der Stuttgarter Sezession, die in den 1920er-Jahren durch ebenso qualitätvolle wie perspektivenreiche Ausstellungen von sich reden machte.
1928 und 1929 und wieder 1947 nahm Paul Kälberer an Ausstellungen
der Stuttgarter Sezession teil.
Die Sonderausstellung „Paul Kälberer und die Stuttgarter Sezession“ veranschaulicht anhand exemplarischer Zeugnisse das künstlerische Netzwerk, in dem sich der Maler und Grafiker aus Glatt in der Zwischen- und Nachkriegszeit erfolgreich positionierte.
Kunststiftung Paul Kälberer
Paul-Kälberer-Weg 19
72172 Sulz am Neckar-Glatt

Öffnungszeiten

31. März – 28. Oktober
Sonn- und Feiertage
14.00 – 17.00 Uhr

Vernissage zur neuen Dauerausstellung Helmuth Uhrig

Am Sonntag, den 25. März 2018 um 15 Uhr wird im Berneuchener Haus Kloster Kirchberg in Sulz am Neckar die neue Sonderausstellung der Sammlung Helmuth Uhrig feierlich eröffnet.

"Helmut Uhrig: Gestalten des Alten Testaments" lautet der Titel der neuen Dauerausstellung.
„Helmut Uhrig: Gestalten des Alten Testaments“ lautet der Titel der neuen Dauerausstellung im Berneuchener Haus Kloster Kirchberg in Sulz am Neckar .

Der Geistliche Leiter des Hauses, Pfarrer Matthias Gössling, wird die Gäste begrüßen. Die Kuratorin Dr. Ingrid Helber führt in die neue Thematik und in die neuen Werke ein. Die musikalische Umrahmung übernimmt die junge Künstlerin Alma Naidu aus München.

Nach den Gleichnissen des Neuen Testaments werden dieses Jahr Kunstwerke zum Alten Testament  gezeigt – von Adam und Eva bis zur Verkündigung der Geburt Jesu durch Jesaja. Weiterhin wird die Bandbreite des künstlerischen Spektrums Helmuth Uhrigs verdeutlicht. Beim Titelbild (siehe Foto) handelt es sich um einen farbigen Glasfensterentwurf für die Christuskirche in Brühl bei Köln. Vor dem blauen, himmlischen Hintergrund tanzt und musiziert König David in wehendem Gewand.

Auf einer farbigen Zeichnung fordert der Riese Goliath lautstark die Krieger des Volkes Israel heraus und David macht sich auf den Weg zum Kampf.

Als Symbole verwendete der Künstler Farben oder nach oben geöffnete Parabeln für den göttlichen Einflussbereich. Beeindruckend sind aber auch Helmuth Uhrigs schwarz-weiße Holzschnitte mit der Reduzierung aufs Wesentliche.

Im Anschluss an die Eröffnung besteht die Gelegenheit zum Rundgang und zu interessanten Gesprächen.

Helmuth Uhrig (1906 – 1979)

…hinterließ ein umfangreiches künstlerisches Lebenswerk und machte sich vor allem im Bereich der christlichen Kunst des 20. Jahrhunderts einen Namen.

Das künstlerische Erbe Helmuth Uhrigs kann heute an vielen öffentlichen Gebäuden und evangelischen Kirchen betrachtet werden: Aus Holz, Stein, Kupfer oder Bronze schuf der Künstler unter anderem Kanzeln, Altäre, Taufsteine, Figuren und Reliefs.

Der in Heidenheim an der Brenz geborene Künstler war Mitglied der Evangelischen Michaelsbruderschaft, nach seinem Tod kam sein künstlerischer Nachlass deshalb ins Berneuchener Haus Kloster Kirchberg, das geistliches Zentrum der Bruderschaft ist. Die Sammlung wird betreut von der Kuratorin Dr. Ingrid Helber sowie dem Arbeitskreis Uhrig.

Die Kunstsammlung Helmuth Uhrig

…ist vom 25. März bis Dezember jeweils am 1. und 3. Sonntag eines Monats von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Termine sind nach Vereinbarung gerne möglich, bitte wenden Sie sich dafür an unseren Empfang. (empfang@klosterkirchberg.de, Tel: 07454-8830) Eine Führung durch die Ausstellung dauert etwa eine Stunde.

Jugendkunstschule Kreisel lädt zu Projekt und Kursen ein

Die Jugendkunstschule Kreisel mit den Standorten Oberndorf, Schramberg, Rottweil, Dunningen und Sulz am Neckar bietet in den Osterferien in Sulz a.N. ein tolles Angebot im Rahmen des Projektes win-win an.

Logo "Neugierig auf die Welt"
Das Projekt „Neugierig auf die Welt“ ist für Kinder ab sieben Jahren aus aller Welt gedacht

„Neugierig auf die Welt“

Das Projekt ist für Kinder ab sieben Jahren aus aller Welt gedacht:

Mit Kreativität, Spiel und Spaß gemeinsam zur Sprache finden

Durch die Förderung der Stiftung Kinderland ist die Teilnahme kostenlos. Sollten zu viele Anmeldungen eingehen, entscheidet das Los.

Termine: Montag bis Donnnerstag,  26.- 29. März, jeweils 9 – 16 Uhr

Ort: Schülercafe´ in der Breitestraße und Jugendkunstschulwerkstatt in der GWRS Sulz, Bau C, 3.7

Kursleitung: Nina Ciglenecki und Isabella Glase

Kosten: keine

Anmeldung: Stadtjugendpflege Sulz, Beim Rathaus 8,72172 Sulz-Bergfelden

Ablauf:

Nach dem gemeinsamen Frühstück steht jeden Tag ein anderes spannendes Gruppenspiel auf dem Programm. Nach dem Essen steht der Nachmittag im Zeichen der Kreativität.

Kursinhalt:

Gemeinsam wollen wir kreativ sein und uns eine eigene Umhängetasche herstellen, in der man allerlei mitnehmen kann, was man täglich so braucht. Ob mit Automotiv oder Eisbär vorne drauf: sie soll unverwechselbar werden und zeigen, was ihr alles könnt. Die Formen aus Stoff oder Wachstuch ausschneiden, Motive filzen und applizieren,  die Tasche bemalen oder bedrucken, mit Schnüren vernähen oder zusammentackern, alles ist möglich. Ihr sollt euch auch gegenseitig helfen: manche Arbeitsschritte sind einfacher, wenn ihr sie zusammen mit einem anderen Kind macht.  Dabei lernt ihr euch besser kennen und hört sicher einiges über das Zuhause oder das Heimatland der anderen Kinder.
Auch ein fantasievolles Basecap könnt ihr euch gestalten, um das euch alle beneiden werden. Den Rest der Zeit verbringen wir mit Spielen, Geschichten erzählen und miteinander reden. Natürlich geht’s auch raus  auf den Spielplatz.

Zum gemeinsamen Kochen und Essen:

Spielen und Arbeiten macht hungrig und Essen macht Spaß. Gemeinsam wird deshalb auch die Mittagsmahlzeit zubereitet. Neben gesunden Basics gibt es Essbares aus verschiedenen Ländern, das alle Kinder zum Naschen und Probieren verleiten soll.

  • Frühstückspause an der Müsli Bar
  • Mittags-Menü: wir kochen Pasta, backen Pizza, belegen Fladenbrot und erfinden leckere Salate, dazu gibt es Obst

Literatur-Menü „… mit Leib und Seele“ am 23. März in Sulz-Glatt

Am Freitag, den 23.März 2018 gibt es im Hotel-Restaurant Züfle in Sulz-Glatt ein Literatur-Menü mit Walle Sayer.
Am Freitag, den 23.März 2018, gibt es im Hotel-Restaurant Züfle in Sulz-Glatt ein Literatur-Menü mit Walle Sayer.

 

Zwischen den Gängen eines von der Poesie inspirierten Menüs, das Züfle-Küchenchef Daniel Mästling kreiert, liest der Horber Autor Walle Sayer aus seinen vielfach preisgekrönten Büchern Weinseliges, Alltagsgeschichten und Kneipenphilosophisches, verbindet dabei weltliche und geistige Genüsse und bringt die Bierernsten und die Weinseligen zusammen. Der stete Tropfen löscht bei ihm nicht einen Durst, und aus seiner eigenen Erfahrung heraus weiß er: „vom zuvielen Erzählen bekommt man leicht einen Erinnerungsschwips“.

Walle Sayer lebt mit seiner Familie in Horb und schreibt Gedichte und Prosa. Seine Bücher erscheinen seit 1995 im Klöpfer&Meyer Verlag Tübingen, zuletzt: „Was in die Streichholzschachtel paßte“, Feinarbeiten, 2016,  „Strohhalm, Stützbalken“, Gedichte, 2013, „Zusammenkunft“, ein Erzählgeflecht, 2011.

Er erhielt verschiedene Auszeichnungen, u.a.: den Thaddäus-Troll-Preis, den Förderpreis zum Hölderlinpreis, den Berthold-Auerbach-Preis, das Hermann-Lenz-Stipendium, die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg und den Ludwig-Uhland-Förderpreis. Und zuletzt, im Januar 2017, den Basler Lyrikpreis, in dessen Begründung es hieß: „Mit seinem bedachten Schreiben und dem ungekünstelten Blick auf das Einfache gelingt Walle Sayer eine Weltbetrachtung, die den Menschen hinter den Dingen hervortreten läßt. Seine Gedichte bestechen die Lesenden mit ebenso reduzierten wie intensiven Fein- und Feinstarbeiten.“

Der Abend, der Kulinarik und Literatur vereint, beginnt um 19.00 Uhr mit einem Aperitif. Anmelden zu diesem 4-Gänge-Literaturmenu   kann man sich bis zum 9. März unter der Telefonnummer 07482 9280088.

 

 

Vortragsreihe zu Orientmaler Gustav Bauernfeind

Gustav Bauernfeind (* 4. September 1848 in Sulz am Neckar; † 24. Dezember 1904 in Jerusalem) war ein deutscher Maler, Illustrator und Architekt. Er gilt als der bekannteste Orientmaler Deutschlands.

2018 widmet ihm das Bauernfeind-Museum in Kooperation mit der Volkshochschule Sulz eine Vortragsreihe.

Plakat-Bauernfeind

Im Bauernfeind-Museum ist das Schaffen des Malers mit einer Vielzahl von Werken dokumentiert. Außerdem vermitteln Text- und Bild-Dokumente Einblicke in das Leben und die Arbeit von Gustav Bauernfeind.

Der studierte Architekt bereiste erstmals 1880/81 den Vorderen Orient. 1896 übersiedelte er mit seiner Familie nach Jerusalem. Als junger Künstler hatte er sich mit Zeichnungen schweizerischer und italienischer Stadtszenen und Landschaften einen Namen gemacht. In erster Linie widmete er sich jedoch der Darstellung der Menschen und Landschaften des Heiligen Landes. Heute befindet sich hier die ständige Ausstellung des bedeutendsten deutschen Orientmalers.

Einen 360-Grad-Blick in einen Raum des Museums sehen Sie hier.

Nachbarn, Menschen und Geschichten

In Sulz am Neckar startet am 10. März 2018 die Veranstaltungsreihe „Nachbarn, Menschen und Geschichten“.

Plakat Nachbarn, Menschen und Geschichten
Wer sind unsere Nachbarn und was ist ihre
Geschichte? Die Veranstaltungsreihe setzt sich
für gute Nachbarschaften und ein friedvolles
Zusammenleben der Menschen und Kulturen
in Sulz am Neckar ein.
Kultur und Alltag, Feste und Feiern, Geschichten und
Hoffnungen stehen im Mittelpunkt von „Nachbarn.
Menschen. Geschichten“.
Bürgerinnen und Bürger erzählen von ihren
persönlichen Erfahrungen und Wurzeln; was ihnen
wichtig ist und was sie bewegt. Zu ihren Erzählungen
gibt es Kostproben traditionellen Essens
und Musik.

 

Neckar-Erlebnis-Tal mit neuem Konzept auf der CMT 2018

Dieses Jahr wird sich der Verein Neckar-Erlebnis-Tal mit seinem neu gestalteten Messestand deutlich von anderen Angeboten abheben – ohne dabei abgehoben zu sein. Deshalb wird Künstler aus der Region auf der Messe CMT 2018 in Stuttgart eine Plattform geboten, ihre Werke und Arbeit zu zeigen.

Der Verein Neckar-Erlebnis-Tal bietet Künstlern eine Plattform auf der weltweit größten Publikumsmesse für Tourismus und Freizeit.
Der Verein Neckar-Erlebnis-Tal bietet Künstlern eine Plattform auf der weltweit größten Publikumsmesse für Tourismus und Freizeit, der CMT 2018.

Über 2000 Aussteller präsentieren sich vom 13. Bis 21. Januar auf der Messe Stuttgart. „Mit dem vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg prämierten Projekt ‚Rad und Kunst‘ zeigen wir, wie vielfältig die Kunst- und Kulturlandschaft im Neckar-Erlebnis-Tal (NET) ist. Genau diese Besonderheit kommt nun auch auf die Urlaubsmesse CMT 2018, wo man an unserem Stand Kunstschaffende, aber auch viele andere Menschen aus unserer Region treffen und mit ihnen ins Gespräch kommen kann“, berichtet Frank Börnard, zweiter Vorsitzender des Vereins.

Jeden Tag sind interessante Besucher auf der Aktionsfläche: „Das Spektrum reicht vom Maskenschnitzer Bruno Springmann oder dem Kakteenexperten Holger Dopp (beide Horb) bis zu Irmgard Haag-Dietz von  „Frau Wolle“ und Andrea Schuler-Schakurski von der Pralinen-Manufaktur „Pralinimo“ (beide Sulz). Selbstverständlich stehen an allen Tagen Expertinnen und Experten für die vielen touristischen Angebote aus Sulz, Horb, Eutingen, Starzach und Rottenburg für die Fragen der Gäste zur Verfügung“, ergänzt Christina Gsell, ebenfalls zweite Vorsitzende. Informationen aus erster Hand gibt es von Dr. Monika Laufenberg über das Dorfmuseum Kulturtankstelle (Starzach-Börstingen), von Dorothee Jakubowski über „das chamaeleon Theaterwelten“ (Horb) und vielen weiteren.

Axel Blochwitz, Vorsitzender des NET, sieht im ungewöhnlichen Konzept des Standes eine Chance: „Mit ‚Rad und Kunst‘ heben wir uns von den üblichen touristischen Angeboten der CMT deutlich ab, ohne abgehoben zu sein. Denn neben der Kunst kommen unsere Kernangebote selbstverständlich nicht zu kurz: Radfahren, Wandern, Bootstouren – und viele Erlebnisangebote am Oberen Neckar entlang.“

Info CMT 2018:

  • Die CMT ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
  • Den Stand des Neckar-Erlebnis-Tals finden Sie in der Oskar Lapp Halle (Halle 6),
  • Standnummer 6B40.

Weihnachtsbräuche und Weihnachtskunst im schwäbischen Raum

Über die Jahreswende 2017/18 verwandelt sich das Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt in ein „Weihnachtsland“. In einer Sonderausstellung wird die Vielfalt an Brauch- und Kunstformen veranschaulicht, die das Weihnachtsfest in Baden-Württemberg und Bayerisch-Schwaben hervorgebracht hat.

Ab 18. November zeigt der Landkreis Rottweil in Verbindung mit der Stadt Sulz am Neckar und dem Bürger- und Kulturverein Schloss Glatt im Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt die Ausstellung „Weihnachtsbräuche und Weihnachtskunst im schwäbischen Raum“. Präsentiert werden exemplarische Zeugnisse der Festkultur, die für den schwäbischen Raum von historischer (und aktueller) Bedeutung sind. Die ausgestellten Kunstwerke und Objekte, Druckwerke und Manuskripte stammen großenteils aus Museen, Bibliotheken, Archiven und privaten Sammlungen in Baden-Württemberg und Bayerisch-Schwaben.

Werkstatt Hans Rueland, Anbetung der Könige, 1474, Sammlung Dursch, Dominikanermuseum Rottweil (Foto: HP Kammerer, Rottweil)
Werkstatt Hans Rueland, Anbetung der Könige, 1474, Sammlung Dursch, Dominikanermuseum Rottweil (Foto: HP Kammerer, Rottweil)

Vielfalt der Brauchformen – Vielfalt der Kunstformen

Weihnachten ist im Kulturkreis der römisch-katholischen und der evangelischen Kirchen das populärste Fest im Jahreslauf. Das Weihnachtsfest wandelte sich in der Neuzeit von einem Kirchenfest zu einem vorwiegend privaten und zunehmend profanen Familienfest. Um das Weihnachtsfest rankt sich ein Geflecht von Bräuchen; der Vielfalt der Brauchformen entspricht die Vielfalt der Kunstformen.

DEU, Deutschland,
Photo:©Roland Rasemann

Die kulturgeschichtliche Ausstellung ist in acht Themenbereiche gegliedert. Der Dokumentationsschwerpunkt liegt auf der Weihnachtskrippe als symbolträchtigster Manifestationsform der Festkultur. Die ersten beiden Abteilungen sind den Wurzeln von Krippenbräuchen und Krippenkunst gewidmet: der Verehrung des Jesuskindes und der Darstellung der Weihnachtsgeschichte in der Kirchenkunst. In fünf Abteilungen werden unter verschiedenen Sachaspekten die Entwicklungslinien der Krippenkultur im südwestdeutschen Raum an exemplarischen Beispielen aufgezeigt. In einer weiteren Abteilung wird die bunte Fülle der Weihnachtsbräuche, die sich rund um Weihnachtskrippe und Christbaum entfaltet hat, anhand ausgewählter Beispiele veranschaulicht.

Eröffnung am Samstag, dem 18. November

Die Ausstellung „Weihnachtsbräuche und Weihnachtskunst im schwäbischen Raum“ wird am Samstag, 18. November, um 16 Uhr von Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel eröffnet. Kreisarchivar Bernhard Rüth führt in den Themenbereich der Weihnachtsbräuche und der Weihnachtskunst ein. Die Veranstaltung wird vom Büchele-Quartett mit weihnachtlichen Liedern und Instrumentalstücken aus Oberschwaben umrahmt.

Öffnungszeiten

Die Weihnachtsausstellung, zu der ein Begleitbuch erscheint, ist bis zum 4. Februar jeweils freitags bis sonntags von 14 Uhr bis 17 Uhr zu besichtigen. Am 24. und am 31. Dezember bleibt das Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt geschlossen.

Der Räuber Hannikel kehrt 2018 zurück nach Sulz am Neckar

Die Theatergruppe der Narrenzunft Sulz lässt den legendären Räuber Hannikel zurückkehren. Am 20., 21. und 22. Juli 2018 gibt es ein turbulentes Räuberstück auf der Burgruine Albeck.

Räuberhauptmann Hannikel wurde am 17. Juli anno 1787 an einer Linde die Schlinge um den Hals gelegt.

Nach 230 Jahren kehrt „der Räuberhauptmann Hannikel“ nach Sulz zurück. Die Narrenzunft Sulz macht das möglich und zwar an einem ganz besonderen Ort. Es wird hier in Sulz auf der Ruine Albeck, im Palas und im Burggraben, gespielt.

Die Legende vom Regenfluch

Wagnis Freilichttheater? Wagnis Naturtheater? Wetterrisiko? Macht euch keine Sorgen, das Sulzer Kinderfest ist ja bereits vorbei. Zur Erinnerung: Der Volksmund besagt, dass der Räuberhauptmann Hannikel, als ihm droben auf der Schillerhöhe, an jenem 17. Juli anno 1787 an einer Linde die Schlinge um den Hals gelegt wurde, das Sulzer Kinderfest mit einem Fluch belegt hat, nämlich dass es für alle Zeiten verregnet sein soll. In Wahrheit hat Hannikel, als sein letztes Stündlein geschlagen hatte, zwar eher reumütig auf sein Räuberdasein zurück geblickt, so hat es damals der Geistliche festgehalten. Doch die Sache mit dem Regenfluch hielt sich im Volke hartnäckig, zumal seither kaum ein Kinderfest von einem Regenschauer verschont blieb.

Jürgen Hartmann ist ein Theatermensch und seit über 25 Jahren in der Theatergruppe der Narrenzunft „Open Air“ erprobt, bei etlichen Aufführungen hinterm Rathaus. Die Idee dieses Stück zu schreiben, reifte in ihm, als der langjährige Stadtrat und Vorsitzende des Fördervereins Ruine Albeck, Karl-Albert Ziegler, mal erwähnte, dass die Ruine eine ideale Kulisse für ein Theaterstück wäre. Und diese Idee ließ Hartmann nicht mehr los. Lange überlegte und suchte er, welches Stück man da oben spielen könnte. Aber er fand einfach nichts Passendes. Ein paar glückliche Umstände kamen dann zusammen. Zum einen bekam Hartmann das Buch „Schäffer, Räuberfänger“ in die Finger, das die Geschichte des Sulzer Oberamtmanns Jacob Schäffer beschreibt, einem der ersten Kriminalisten, der schildert, wie er im 18. Jahrhundert daranging, der Räuberplage Herr zu werden. Zum anderen besuchte er mehrere Freilicht- und Naturtheater, unter anderem das in Hayingen, wo gerade ein Räuberstück aufgeführt wurde. Das rundete dann die Idee ab, nicht mehr nach einem fertigen Stück zu suchen, sondern selbst eines zu schreiben.

Räuber Hannikel überfällt mit seiner Bande eine Pferdekutsche.
Räuber Hannikel überfällt mit seiner Bande eine Pferdekutsche.

Turbulentes Räuberstück

Es entstand ein turbulentes Räuberstück, mit Moritaten, mit viel schwäbischem und unschwäbischem Geschwätz, mit Höhen und Tiefen, mit Traurigkeit und Witz. Denn „der Räuberhauptmann Hannikel“ ist alles andere als nur ein Lustspiel, wo ihr aus dem Lachen nicht mehr herauskommt. Es ist ein Volksstück aus witzigen, aber auch aus tragischen Passagen. Ihr könnt mit Sicherheit herzhaft lachen, aber es könnte auch das eine oder andere Tränchen fließen. Wie im richtigen Leben halt.

Der erste Akt beginnt im Palas mit einer Szene auf dem Markt, wo alle Schauspieler auf der Bühne sind. Es folgt eine Szene im Pfarrhaus, wo der Fischinger Pfarrer Bürkle mit seiner Haushälterin überfallen wird, und eine weitere Szene in der Grotte, wo die Räuber ihren Überfall feiern. Zum zweiten Akt aber dürft ihr wandern, denn der spielt im Burggraben. Dort gibt es einen spektakulären Überfall auf eine Pferdekutsche, einen grausigen Mord und die Jagd auf die Gaunerbande nimmt ihren Lauf. Im dritten Akt, wieder im Palas, wird’s ein bisschen ernster, denn der schildert die Gefangennahme von Hannikel in der Schweiz, den Prozess und seine Verurteilung. Zwischen den drei Akten gibt es jeweils eine Pause, wo man etwas essen und trinken kann.