Die längste Kunstmeile Baden-Württembergs!

Es muss ja nicht immer das beste, schönste, größte, spektakulärste Ergebnis sein: Aber ein bisschen stolz sind wir schon, dass im Neckar-Erlebnis-Tal die längste Kunstmeile Baden-Württembergs entstand.

Von Oberndorf bis Rottenburg gab es bei gutem Wetter Aktionen, Ausstellungen und offene Ateliertüren.
Auch das leibliche Wohl und Gespräche kamen nicht zu kurz.

Eröffnung im Stadtpark Wöhrd in Sulz

Zur offiziellen Eröffnungsveranstaltung kamen der Sulzer Bürgermeister Gerd Hieber, der Horber Bürgermeister Ralph Zimmermann, Thomas Weigel als Erster Bürgermeister von Rottenburg, die 2. Vorsitzende des Vereins Neckar-Erlebnis-Tal sowie Betriebsleiterin der Wirtschaft Tourismus Gastornomie Rottenburg, Christina Gsell, und Frank Börnard, ebenfalls 2. Vorsitzender NET und in Sulz für Tourismus, Öffentlichkeitsarbeit sowie Kultur zuständig, und etliche Gäste.

Der Sulzer Bürgermeister Gerd Hieber (links) und der zweite Vorsitzende des Vereins Neckar-Erlebnis-Tal, Frank Börnard, eröffneten den Aktionstag.
Der Horber Bürgermeister Ralph Zimmermann, Frank Börnard, Richard Caspar, Bürgermeister Gerd Hieber, Erster Bürgermeister Thomas Weigel und Christina Gsell (von links nach rechts).

Im Stadtpark Wöhrd wurde getanzt, gemalt und viel über Kunst und Kultur gesprochen. „Die Atmosphäre war sehr entspannt und inspirierend. Es gab viele Begegnungen und intensive Gespräche. Damit konnten wir unser Ziel erreichen – Kunsterlebnis und Radfahren miteinander zu verbinden, Vernetzung und Öffentlichkeit zu schaffen sowie den hier Lebenden die Vielfalt der Angebote im Neckartal bewusster zu machen“, fasste Frank Börnard zusammen.

Auf großes Interesse stießen die Einreichungen aus dem KIPP art Kunstwettbewerb, die beim Aktionstag vorgestellt wurden.

Gut 200 Gäste besuchten über den Tag verteilt die Veranstaltung. „Für die Anbieter von Speis und Trank war das wenig“, bedauert Börnard. „Aber wer zu uns kam, genoss die Marktplatz-Atmosphäre sichtlich. Die Bilder und Skulpturen aus dem KIPP art Kunstwettbewerb fanden große Resonanz. Und vor allem die Kinder aus mehreren Nationen hatten ihren Spaß beim Breakdance und beim Malen.“

Die Volkstanzgruppe Sulz am Neckar lud Besucher zum Mittanzen ein.
Hauptmotiv bei der Malaktion der Jugendkunstschule KREISEL war natürlich das Fahrrad.
Die Kinder hatten viel Spaß mit Farben und Leinwand.

Rad-Gottesdienst in Horb-Mühlen

In der evangelischen Remigiuskirche in Mühlen war der Nachbau des ersten Fahrrads zu bewundern, wie Karl Drais es vor 200 Jahren erfunden hat. Der Kunstschmid Anton Armbruster aus Dießen hat es originalgetreu nachgebaut. In seiner Predigt ging Pfarrer Unz darauf ein, wie das Fahrrad entstand und wichtig das Fahrrad noch heute für die Menschen ist.

Ausstellungseröffnung DAS RAD bei co-werk

gut besucht war der Tag des Offenen Ateliers bei co-werk in Altoberndorf am Wahlsonntag und Aktionstag der Initiative Rad und Kunst vom Neckar-Erlebnistal. Ungefähr siebzig Interessierte nutzten die Gelegenheit um beim Gang zum oder vom Wahllokal die neue Sonderausstellung zum Thema Rad sich vor Ort direkt anzuschauen. Viele Besucher kamen tatsächlich mit dem Fahrrad und wollten noch mehrere Etappen des Radweges abfahren.

Jens Hogh-Binder eröffnete seine Ausstellung „DAS RAD“ am Aktionstag.

Besonders die klaren und schönen Formen, die der Bildhauer Jens Hogh-Binder in seinen Steinskulpturen zeigt, hatten es den Besuchern in der neuen Sonderausstellung DAS RAD angetan. Viele Fragen nach der Thematik, der Steinbearbeitung und verwendetem Material konnten vom Bildhauer anschaulich beantwortet werden. Für Gesprächsstoff sorgte die berühmte Radskizze des Mystikers des Schweizer Nationalheiligen Bruder Klaus, die von Hogh-Binder in Alabaster und Marmor umgesetzt wurde. Nach wie vor sorgte auch die Gesamtpräsentation der beiden Ausstellungen in den ehemaligen Hallen der Mechanischen Werkstätte für viel Bewunderung.

Miriam Holzer und Jana Klink begleiteten die Ausstellungseröffnung im co-werk musikalisch.

Am späten Vormittag startete auch das Rahmenprogramm mit Musik und Artistik, das von Miriam Holzer und Jana Klink an der Klarinette hervorragend eingeläutet wurde. Sie hatten vier Musikstücke herausgesucht, die beschwingt vorgetragen wurden optimal zum Thema Bewegung passten.

Vor dem co-werk zeigten Einrad-Artisten ihre Kunst.

Den zweiten Teil bildete dann die artistischen Einlagen der beiden jungen Akrobaten Timo und Jan Hirschmann vom Zirkus Konfetti. Im Hof war ein spannender Hindernisparcour aus Auto-Anhänger, Gerüstdielen und Paletten aufbaut, die zwischen Rampe, Treppe und Boden des Hofes ausgelegt waren. Die beiden meisterten alles mit Bravour, sowohl das Seilspringen wie auch das Hüpfen und Springen über die Hindernisse und angefeuert vom Publikum gab es auch noch einige Zugaben. Am Ende waren sich alle einig, dass die Teilnahme von co-werk am Aktionstag von Rad und Kunst ein kleines Highlight und einen Gewinn für den Standort Oberndorf darstellte. Weitere Veranstaltungen bei co-werk werden im kommenden Jahr folgen.

Weit offene Türen in Rottenburg

„Wir haben die Türen unserer Galerie des KUKA richtig weit aufgemacht“, schreibt K.N. Holder aus Rottenburg, die sich gerne am Aktionstag „Rad und Kunst“ beteilgt hat.

Viele Radfahrer in Bad Niedernau

„Wir hatten viele Radfahrer als Gäste im Atelier“, resümmiert Kirsten Stiegler vom KREATIV ATELIER Bad Niedernau. „Die Flyer zum Aktionstag ‚Rad und Kunst‘ waren sehr begehrt und alle waren überrascht vom reichhaltigen Angebot im Neckar-Erlebnis-Tal.“
„Die Veranstaltung am Sonntag war ein voller Erfolg“, freut sich Michael Eggenweiler von der Kunst- und Kulturscheune. „Ich konnte in meiner Scheune etwa 300 Besucher empfangen.“

Alltagskunst und Kohlensäure im Dorfmuseum Kulturtankstelle

Der Zauber von Hebelverschlüssen: Im Dorfmuseum Kulturtankstelle in Starzach-Börstingen wurde die Ausstellung „Alltagskunst und Kohlensäure“ mit Bildern von Helene Vincon eröffnet.

„Alltagskunst als Schatz gehoben im Katzenbachtal bei einem Spaziergang am Wasser“, so beschrieb die Vorsitzende des Fördervereins Heimat und Kultur in Börstingen e. V., Monika Laufenberg, die Bilder von Helene Vincon, die im Rahmen des Neckar-Erlebnis-Tal-Tages „Rad und Kunst“ in der „Kulturtank­stelle“ in Starzach-Börstingen gezeigt wurden.

Wie Kieselsteine lagen die Porzellanverschlüsse im Wasser und brachen die Sonnenstrahlen im Wasser. Das Licht warf im wahrsten Sinne des Wortes Streiflichter auf diese kunstvollen Objekte und damit auch auf eine vergangene Epoche, in der Mineralwasser noch in Flaschen mit Porzellanhebelverschlüssen verschlossen wurde.

Mineralquellen wurden schon in Römerzeit genutzt

Die Nutzung der Mineralwasserquellen im Schwäbischen Sauerland zwischen Bad Niedernau und Bad Imnau lässt sich bis in die Römerzeit zurück verfolgen. Aufgrund ihrer wohltuenden und heilenden Eigenschaften wurden viele Mineralwässer schon sehr früh verpackt und versendet. Von Anfang an war es jedoch problematisch, beim Versand der Wässer die „subtilen Geister“ des Wassers zu erhalten und es unverdorben zum Verbraucher zu bringen, wie Monika Laufenberg in ihren einleitenden Worten darlegte.

Jahrhundertelang wurden Steinzeugkrüge, die sogenannten Sauerschlegel, und zunächst auch Glasflaschen mit Korkstopfen verschlossen, die mit Wachs oder Pech und Bindfaden abgedichtet waren. Ende der 1870er Jahre gab es das erste Patent für einen Hebelverschluss, der mit einem weiteren Patent verbessert wurde und mit weißem Porzellankopf versehen, bis weit in die 1960er Jahre in Gebrauch blieb. Diese Hebelverschlüsse lagen nun im Katzenbach im Kurpark in Bad Niedernau, wahrscheinlich entsorgt, als man Anfang der 1970 Jahre zur Perlenflasche als Behältnis für kohlensäurehaltige Getränke überging.

Ausstellung ist bis 29. Oktober zu sehen

Helene Vincon hat diesen Schatz wahr genommen und durch ihre wässrig-luftig-leichten Gemälden der Alltäglichkeit enthoben. Jahre später dann hat sie die Bilder mehrfach ausgestellt und anlässlich einer dieser Ausstellungen kam ein junger Mann zu ihr und sagte sinngemäß: „Das war mein Schatz im Katzenbach, den Sie damals gehoben haben“, denn er hatte als Kind die Porzellanverschlüsse an einer Stelle im Bach gesammelt und auf eben jene Stelle war Helene Vincon damals gestoßen. So hat die Künstlerin den Zauber, den der kleine Junge beim Anblick der Porzellanverschlüsse im Wasser empfand, ins Bild gesetzt.

Monika Laufenberg dankte für die neue, künstlerische Sichtweise auf diese scheinbar alltäglichen Porzellanverschlüsse und ergänzte dies sei ein weiterer Aspekt im Prisma der Kohlensäuregeschichte des Schwäbischen Sauerlands.

Die Gemälde werden noch bis 29. Oktober im Dorfmuseum „Kulturtankstelle“ zu sehen sein.

Verrückte Party bei kunstortELEVENartspace

Die Künstlerinnen und Künstler haben gemeinsam mit der Eventkneipe Gasthaus Lamm eine „Mad Hatter Kunst Bier Party’“ veranstaltet. Was genau das ist? Schauen Sie selbst auf der Facebook-Seite von kunstortELEVENartspace.

Presse berichtet über Aktionstag „Rad und Kunst“

Drei Künstlerinnen stellen in Oberndorf aus

Beim Aktionstag „Rad und Kunst“ am Sonntag, dem 24. September 2017, stellen die drei Künstlerinnen Heidi Gruber-Römpp, Brigitte Günther und Romana Glunk sind ihr neues Atelier in der Hauptstraße 10 vor.

Romana Glunk, Heidi Gruber-Römpp und Brigitte Günther zeigen ihre Werke in der Oberndorfer Oberstadt.

Marcella Danner vom Schwarzwälder Bote hat unter dem Titel Vielseitig und kreativ – jede auf ihre Art darüber berichtet.

 

 

Werbung für „Rad und Kunst“ an der richtigen Stelle

Jens Hogh-Binder eröffnet passend zum Aktionstag „Rad und Kunst“  am Sonntag, dem 24. September, eine Ausstellung. Er zeigt seine Skulpturen zum Thema „Rad“.  Ort des Geschehens ist natürlich das co-werk in Altoberndorf, direkt am Neckartalradweg.

Mit dem Thema Rad beschäftigt sich der Bildhauer Jens Hogh-Binder schon lange.
Mit dem Thema Rad beschäftigt sich der Bildhauer Jens Hogh-Binder schon lange.

Marcella Danner vom Schwarzwälder Boten hat dazu einen Artikel geschrieben: Rad birgt schöpferisches Potenzial.

Werbung für „Rad und Kunst“ gut platziert

Nicht ganz zufällig macht das Neckar-Erlebnis-Tal auf schwarzwaelder-bote.de für den Werbung für "Rad und Kunst". Dass direkt unter dem Werbebanner ein Artikel über Jens Hogh-Binders Ausstellung an diesem Tag steht, ist jedoch ein glücklicher Zufall.
Nicht ganz zufällig wirbt das Neckar-Erlebnis-Tal auf schwarzwaelder-bote.de für den Aktionstag „Rad und Kunst“. Dass direkt unter dem Werbebanner ein Artikel über Jens Hogh-Binders Ausstellung an diesem Tag steht, ist jedoch ein glücklicher Zufall.

co-werk ist beim Aktionstag „Rad und Kunst“ am 24. September dabei

Das co-werk ist beim Aktionstag „Rad und Kunst“ dabei. An diesem Sonntag, 24. September, wird das Neckar-Erlebnis-Tal zur vielleicht längsten Kunstmeile Deutschlands.

Werkhalle wird zum Ausstellungsraum und mehr

„Dialog – Skulptur und Bild“ lautet der Titel der Ausstellung im co-werk. Die beiden Künstler Jens Hogh-Binder und Friederike Schleeh stellen dort gemeinsam ihre Werke in den ehemaligen Werkhallen der Mechanischen Werkstätten aus.

Jens Hogh-Binder hat sich in seinen Skulpturen schon intensiv mit dem Thema "Rad" beschäftigt. Seit Juni betreibt er mit Friederike Schleeh gemeinsam das co-werk – direkt am Radweg.
Jens Hogh-Binder hat sich in seinen Skulpturen schon intensiv mit dem Thema „Rad“ beschäftigt. Seit Juni betreibt er mit Friederike Schleeh gemeinsam das co-werk – direkt am Radweg.

Das sachliche, funktionelle Gebäude aus den sechziger Jahren dient dabei als Atelier, Ausstellungshalle, aber auch als Kommunikationszentrum. Etwa 100 Gäste kamen zur Eröffnung Ende Juni.

Besonders freut die Künstler, dass sich viele Besucher Zeit nahmen für Gespräche und das Entdecken der Kunst direkt am Neckartal-Radweg. Deshalb stellte sich das Künstlerpaar die Frage, wie man künftig Radler ansprechen kann, damit sie auf ihrer Tour einen Zwischenstopp beim co-werk einlegen.

Die Grundideen von #radundkunst stießen bei Friederike Schleeh und Jens Hogh-Binder auf offene Ohren. Gilt es doch, Gäste im Neckar-Erlebnis-Tal auf Kunst und das künstlerisches Schaffen hinzuweisen, aber auch, Einheimischen die eigenen (Kunst-)Schätze bewusst zu machen.

Das Künstlerpaar musste nicht lange überzeugt werden, sich am Aktionstag „Rad und Kunst im Neckar-Erlebnis-Tal“ zu beteiligen. „Wir sind gerne dabei, zumal ich mich mit dem Thema Rad auch intensiv beschäftigt habe“, meint Jens Hogh-Binder. „Da lassen wir uns etwas einfallen“, sagt auch Friederike Schleeh.