„Passepartout Duo“ mit neuesten Stücken

Am Samstag 25. August, um 20 Uhr stellt das Passepartout Duo seine neuesten Stücken in einem Konzert (Klavier, Schlagwerk, Video) im kunstort ELEVEN vor.

Das Passepartout Duo:  Nicoletta Favari (Tasteninstrumente, Italien) und Cristopher Salvito (Schlagwerk,USA). Foto: Monika Golla
Das Passepartout Duo: Nicoletta Favari (Tasteninstrumente, Italien) und Cristopher Salvito (Schlagwerk,USA). Foto: Monika Golla

Das Passepartout Duo ist international bekannt als begehrte Interpreten von Stücken junger zeitgenössischer Komponisten wie Anthony Tan, Haukur Þór Harðarson, Hafdís Bjarnadottír, Nina Fukuoka, Andy Akiho oder Frederic Rzewski. Am kunstort ELEVEN spielen sie ausschließlich eigene Kompositionen, die zum größten Teil vor Ort entwickelt wurden.

Das  Musiker-Ensemble konzentriert sich auf zeitgenössische Werke für Klavier und Schlagwerk. Ihre Arbeiten sind zunehmend interdisziplinär. Teils spielen Licht- oder Videoinstallationen den Part eines virtuellen dritten Musikers, teils ist das Experimentieren mit elektronischen Instrumenten ihre Herangehensweise zu einer neuen Komposition.

Seit dem Beginn ihrer Zusammenarbeit im Jahr 2015 ist das Passepartout-Duo bekannt für die unermüdliche Förderung neuer Musik, für Ideen, die ästhetische Grenzen überschreiten und auch für überzeugende Filme, die sie kreieren. Angetrieben von ihren gemeinsamen Werten von Musik, Menschen und Reisen haben Nicoletta Favari & Christopher Salvitos einfache und elegante Herangehensweise ihnen bereits den Ruf einer nachdenklichen und viel versprechenden aufstrebenden Gruppe im Bereich der zeitgenössischen Musik eingebracht.

„Passepartout“ bedeutet für die beiden nicht eine Einschränkung innerhalb eines Rahmens, sondern den Schlüssel, der ihnen überall auf der Welt den Zugang verschafft zu neuen Kulturen, Klängen und Bildern und sie mit neugierigen Menschen zusammenbringt. Der Name leitet sich ab vom französischen „passe partout“ – geh überall hin(durch) und verbindet die Künstler mit Jean Passepartout, dem pfiffigen Assistenten Phileas Foggs in Jules Vernes 80tägigen Reise um die Welt.

Die beiden Musiker haben dementsprechend im November 2017 ein ortgebundenes Leben zugunsten einer kontinuierlichen Reise um die Welt verlassen. Seit dem sind sie nonstop um den Globus unterwegs und bis Ende 2020 ausgebucht. Es bereichere ihre künstlerische Praxis und biete ihnen die Möglichkeit, interessante und einzigartige ortsspezifische Projekte zu verfolgen, die sonst unmöglich wären, sagen sie selbst über diese Entscheidung. Und so führte sie der Weg diesmal aus Norwegen direkt zum kunstort ELEVEN artspace nach Starzach-Börstingen. Weiter geht’s im September nach Polen, und dann nach Asien.

>>> Ihr Programm für Samstag stellen die beiden speziell für den kunstort in der ehemaligen Werkrealschule zusammen und versprechen einige Überraschungen. Der Eintritt ist frei. Die Musiker fre uen sich über jede Spende, die ihre Weiterreise unterstützt. <<<

Samstag 25. August, um 20 Uhr

im kunstort ELEVEN, Schulsraße 27, 72181 Starzach-Börstingen.

Herbstmilch

Eigens für den ‚kunstort ELEVEN‘ haben Katja Uffelmann und Barbara Stoll eine szenische Fassung des 1984 erschienenen Romans „Herbstmilch“ erarbeitet. Der angrenzende Wald, eine Wiese und ein Holzschuppen werden zu Bühne und Zuschauerraum. Mit ihrem autobiografische Roman schrieb Anna Wimschneider Literaturgeschichte.

Das Leben der Anna Wimschneider wurde zu einem exemplarischen Fixpunkt der deutschen Nachkriegsgeschichte.
Das Leben der Anna Wimschneider wurde zu einem exemplarischen Fixpunkt der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Anna Wimschneider wurde zum Sprachrohr und zur Symbolfigur all jener Menschen, die dieses harte kleinbäuerliche Leben noch am eigenen Leib erdulden mussten und ‚Resignieren‘ keine Alternative darstellte. Die Erinnerungen von Anna Wimscheider teilen Generation.

Die Veranstaltung ist ein Gastspiel der Württembergischen Landesbühne Esslingen.

Gefördert durch die Stiftung der Landesbank Baden-Württemberg und die Kreissparkasse Tübingen.

Ort: kunstort ELEVEN artspace, Schulstr.27, 72181 Starzach-Börstingen, Freigelände
>> Bei schlechtem Wetter findet die Aufführung innen statt.

Karten 12,- € / 8,- €

Info und Reservierungen unter info@kunstort-eleven-artspace.net / Tel.: 1520-1929499

Rotes Sofa Künstlergespräch im kunstort ELEVEN

Rotes Sofa Künstlergespräch mit Bonnie Lee Turner (USA) und Ki Dong Kwon (Korea) im kunstort ELEVEN artspace

am Freitag, 13. Juli, 20 Uhr

Im kunstort ELEVEN sprechen Sofa Künstlergespräch mit Bonnie Lee Turner (USA) und Ki Dong Kwon (Korea) über ihre Kunst.
Im kunstort ELEVEN sprechen Sofa Künstlergespräch mit Bonnie Lee Turner (USA) und Ki Dong Kwon (Korea) über ihre Kunst.

Bonnie Lee Turner malt Wandbilder, macht Portraits und Mosaiken! Ihre Arbeit ist auffällig, impulsiv und Aufsehen erregend. Sie übertrifft oft alle Erwartungen! Sie sammelt Fundstücke und überzieht sie mit feinen Metallfolien, so dass sie eine ganz neue Ästhetik und Materialität darstellen Bonnie malt seit rund 25 Jahren professionell und arbeitete in den Staaten bereits für eine große Bandbreite von Kunden – in Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen bis hin zu Museen, Kirchen, Stadt- und Landesregierungen, in kommerziellen Einrichtungen, in Wohngebieten und überall dazwischen. …. Am kunstort ELEVEN kreiert die US-Amerikanerin eine lebendige Moos-Wandmalerei und lernt, wie man deutsches Essen kocht. Unbedingt lesenswert ist ihr Blog über ihre Zeit in Börstingen: >>> www.bonnieleeturner.com/blog

 

Ki Dong Kwon arbeitete bisher im städtischen Kontext. Seiner Ansicht nach sind Identität, Geschichte und Erfahrungen mit kulturellem Umfeld und der Umgebung fest verbunden. Als asiatischer Künstler stellte sich Ki Dong immer die Frage nach Modernisierung und Kolonialisierung und dadurch Verlust der eigenen Tradition. In seiner Kindheit war der Koreaner ein begeisterter Leser des westlichen Abenteuerromans. Im 19.Jhd. ins Japanische übersetzt bildeten diese Geschichten die Fantasie der westlichen Kultur ab. Und dieses Abbild spielte eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der asiatischen Moderne. Zwischen Tradition und Moderne ist der Maler und Zeichner Ki Dong auf der Suche nach Authentizität, ohne sich selbst zu verlieren. …. >>> Und Sie werden überrascht sein, seinen Blick auf unser Mülltrennungssystem zu sehen! www.kidongkwon.com

Das Künstlergespräch findet diesmal am Freitag, 13. Juli ab 20 Uhr statt.

Das Gespräch findet im einfachen Englisch statt und wird bei Bedarf übersetzt.

Der Eintritt ist frei, der kunstort ELEVEN artspace freut sich über Mitgebrachtes zum Büfett.

Saisonstart 2018 am kunstort ELEVEN

Der kunstort ELEVEN startet am Donnerstag, 17. Mai 2018, 20 Uhr mit einer Lesung in die Saison 2018.

Susanne Fritz stellt ihr Buch „Wie kommt der Krieg ins Kind“ vor. Mütter, die in Begleitung ihrer Töchter zur Lesung kommen, haben freien Eintritt.

Die Freiburger Autorin und Musikerin Susanne Fritz erzählt in ihrem neusten Buch ergreifend und ohne jede vorschnelle Schuldzuweisung von dem Schicksal ihrer Mutter und der ganzen Familie über mehrere Generationen.
Die Freiburger Autorin und Musikerin Susanne Fritz erzählt in ihrem neusten Buch ergreifend und ohne jede vorschnelle Schuldzuweisung von dem Schicksal ihrer Mutter und der ganzen Familie über mehrere Generationen.

»Es ist ein Wunder, dass es euch gibt, sagte meine Mutter. Alles liegt in diesen Worten, Glück und Schmerz. Dass sie uns haben leben lassen. Bei allem, was Russen und Polen erlebt hatten, bevor meine Mutter in ihre Hände fiel, haben sie sie leben lassen.«

Susanne Fritz fragt nach Menschlichkeit und Verrat, nach Identität und Sprache und zieht immer wieder historische Dokumente zu Rate. So leuchtet sie auch das deutsch-polnische Verhältnis über zwei Weltkriege hinweg mit all den historischen Umwälzungen und ihren Auswirkungen auf jeden Einzelnen aus. Susanne Fritz führt ein tief lotendes Gespräch mit der Vergangenheit, sie tut es, weil sie die verborgenen Auswirkungen auf ihr eigenes  Dasein verstehen will.

In den Atempausen ihrer Lesung setzt sich die Autorin an das alte Schulklavier und lässt sich – im Gegensatz zu ihren konzeptionellen Texten – von Improvisationen treiben.

Info und Platzreservierung (Eintritt: 12,- / 8,- / 0,- EUR):

info@kunstort-eleven-artspace.net

Tel. 0152 01929499

„Die Lesung wird gefördert durch den Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg e.V. und die Kreissparkasse Tübingen.“

Hörstück von Monika Golla

hr2 The Artist’s Corner | Samstag, 6. Januar 2018, 23.00 Uhr

Monika Golla

„Als würde ein Windchen über die Nadelspitze pfeifen“

Hörstück | hr 2018, Ursendung

„Wie das Wummern eines Schiffsmotors ein heulender Wind das helle Glöckchen wie ein pfeifendes S die kreischende Bremse eines Schnellzugs sanftes Rauschen messerscharf wie eine Klinge so ein feines Piepen sch sch sch wie eine Turbine ganz weit weg in angenehmer Tonlage von nun an für immer fies bis zur Ohnmacht.“ …

… so resümiert die Klangkünstlerin Monika Golla die unzähligen Interviews mit Tinnitus-Betroffenen. Sie ließ sich den „kleinen Mann im Ohr“ von Leidtragenden genau beschreiben, destillierte und realisierte anhand dieser Informationen etliche Einzelgeräusche und verwob sie zu dem für hr2-kultur komponierten Hörstück – ergänzt um die reale Stimme von Katja Uffelmann.

Zu hören am 6.1.2018 ab 23.00 Uhr im hr 2 KulturRadio oder live stream unter:

http://www.hr2.de/literatur/hoerspiel-feature/the-artists-corner–monika-golla–als-wuerde-ein-windchen-ueber-die-nadelspitze-pfeifen,epg-the-artists-corner-148.html

kunstort ELEVEN artspace beendet Saison

Die letzten Künstlerinnen und Künstler, die im Sommer im kunstortELEVENartspace bis zu drei Monaten gelebt und gewirkt haben, sind wieder abgereist.

kunstortELEVENartspace beendet Saison
Die Zeit des direkten Experiments und internationalen Austauschs zwischen Kunst & Börstingen geht für 2017zu Ende.

Ab Mitte Mai 2018 geht es dann wieder los in Börstingen. Die Künstlerinnen und Künstler sagen Ade mit einem Video der Abschlussperformance „Mad Hatters Beer Party“, die im Rahmen des Aktionstag „Rad und Kunst“ stattfand.

Die Teegesellschaft des verrückten Hutmachers aus „Alice im Wunderland“ stand Pate für das Vorhaben.

Sie wurde entwickelt von Margarita Rozenberg (ISR), Helena Hartmann (GER), Baishali Das (IND), Evelyn Wong (CAN) and Joseph Horejs (USA) – und gezeigt am Wahlsonntag, 24. September vor dem „Gasthaus Lamm“ (danke an die Gastgeber Steffi & Ralf Striebel).

Abschlussevent im kunstortELEVENartspace: STROM

STROM – Konzert für Luft- und Daten-Ströme.

Die Besetzung von STROM mit Angelika Sheridan (Flöte/Bassflöte) und Frank Niehusmann (Elektronik) erinnert charmant an alte Kraftwerk-Sounds, spielt aber ganz zeitgenössisch mit Witz und Tricks der Neuen Musik.

Angelika Sheridan & Frank Niehusmann – STROM.

Winzige Zeitverschiebungen im musikalischen Klangraum erzeugen faszinierende Minimal-Beats und schwebende Mikro-Modulationen. Luft- und Datenströme von Bassflöte und Elektronik verdichten ihre vielfarbigen Stakkato-Töne und offenen Improvisationslinien zu frei atmenden Geräusch-Texturen.

am Samstag, 30. September 2017 / 20 Uhr

kunstort ELEVEN artspace

Schulstraße 27

Starzach-Börstingen

Anmeldung unter Tel.: +49 1520 1929499

oder

info@kunstort-eleven-artspace.net

kunstortELEVENartspace und der verrückte Hutmacher

Der kunstort ELEVEN artspace lädt beim Aktionstag „Rad und Kunst“ am Sonntag, 24. September, zur Abschiedsperformance ein.

5 internationale Künstler*innen, ein Spielkartenset und schräge Hüte:
eine interdisziplinäre Performance der Artist-in-Residence-Programms des kunstort ELEVEN artspace.

Ort: Gasthaus Lamm, Rottenburger Str. 3, 72181 Börstingen am Neckar
Uhrzeit: 15 Uhr
Dauer: ca. 30 – 40 Minuten

Die aktuellen Künstlerinnen und Künstler des „kunstort ELEVEN artspace“ zeigen eine gemeinsame, letzte Performance. Inspiriert von der aussergewöhnlichen Nonsens-Teegesellschaft des Hutmachers in „Alice im Wunderland“ entwerfen Baishali Das, Helena Hartmann, Rita Rosenberg, Evelyn Wong und Joe Horejs eine Aufführung mit vielen kurzen Aktionen. Ein fiktives Kartenspiel bestimmt dabei die Reihenfolge der Darbietungen. Die Künstler aus Indien, Deutschland, Israel, Kanada und den USA verabschieden sich auf diese Weise von Börstingen und dem Oberen Neckartal, in dem sie die letzten beiden Monate kurzzeitig zu Hause waren und künstlerisch mitwirkten. Das Gasthaus Lamm wurde in dieser Zeit zu einer Art zweitem Wohnzimmer der sonst in Großstädten beheimateten jungen Kunstschaffenden. Da in einem schwäbischen Gasthaus Tee nicht zu den meist getrunkenen Getränken gehört, entschied man sich kurzerhand für den regionalen Gerstensaft als titelgebend. Und ihre neue Leibspeise Maultaschen, stehen an dem Tag ebenfalls auf der Speisekarte – diesmal auch in internationalen Varianten.

Jeder einzelne dieser „Künstlerstammtischgesellschaft“ fühlte sich anfangs am Ort selbst wie „Alice im Wunderland“. „Nichts wird mehr sein, wie es vorher war“, ist daher das Motto der sympathischen Gruppe, die in Börstingen und Umgebung sehr viele Freunde gefunden hat, welche ihnen die schwäbische Art und Küche nahegebracht haben. Die gemeinsame Performance ist eine Hommage an die Region und die Menschen, die ihnen begegnet sind.

Info:
kunstort ELEVEN artspace
Schulstraße 27, 72181 Starzach, Germany

www.kunstort-eleven-artspace.net
www.facebook.com/kunstort.eleven.artspace