Die längste Kunstmeile geht am 29. September in die zweite Runde

Zum zweiten Mal lädt der Verein Neckar-Erlebnis-Tal ein, „Rad und Kunst“ miteinander zu kombinieren. Am Sonntag, 29. September 2019, öffnen von Oberndorf am Neckar bis nach Rottenburg Galerien, Kunstschaffende, Museen und viele weitere ihre Türen. Die „längste Kunstmeile Baden-Württembergs“ hat diesmal ihren Schwerpunkt in Horb, wo das vom Land im Sonderprogramm „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ geförderte TANDEMS Kunstfestival Horb 2019-20 an diesem Aktionstag an sechs Mitmachstationen zum kreativen Gemeinschaftserlebnis einlädt.

Insgesamt präsentieren sich über 25 Teilnehmende beim Neckar-Erlebnis-Tag „Rad und Kunst“. Allen gemein ist, dass sie in Orten entlang des Neckars und seiner Seitentäler liegen sowie Freude an Begegnung und Austausch mit Besuchern haben.

„Auch in diesem Jahr findet zeitgleich der landesweite Aktionstag ‚Unser Neckar‘ statt. Wir freuen uns, dass die Zusammenarbeit mit den Organisatoren wieder so gut geklappt hat“, sagt Frank Börnard vom Verein Neckar-Erlebnis-Tal. „Gleich auf mehreren Seiten einer in ganz Baden-Württemberg verteilten Broschüre Unser Neckar Aktionstag 2019 weisen sie auf unsere Kunstmeile hin“. Dass der Neckar-Erlebnis-Tag Rad und Kunst auf Landesebene so breiten Raum einnimmt, liegt auch in diesem Jahr wieder am umfangreichen Angebot.

Oberndorf am Neckar

Co-Werk: Jens Hogh-Binder arbeitet an einem Kunstwerk.
Co-Werk: Jens Hogh-Binder arbeitet an einem Kunstwerk.

Direkt am Radweg gelegen (Irslenbach 5), sind im co-werk in Oberndorf am Neckar von 11 bis 18 Uhr die Ausstellung und die Ateliers geöffnet. Besucher bekommen einen Einblick in verschiedene Arbeitsprozesse rund um Skulptur und Malerei.

In der Oberstadt öffnen in der Hauptstraße 10 Romana Glunk, Heidi Gruber-Römpp und Brigitte Günther ihr Atelier von 11 bis 17 Uhr.

Zeigleich zeigt Irmtraud Hoeft ihre liebevoll gestalteten,  handgefertigten Figuren aus Pappmache in der Villa Curiosa in der Mauserstrasse 4.

Aufwendig gekleidet in liebevoll gestalteter Papier-Haute-Couture ist jedes Werk von Irmtraud Hoeft ein Unikat, das von Ausdrucksstärke und eigenwilligem Charakter geprägt ist.
Aufwendig gekleidet in liebevoll gestalteter Papier-Haute-Couture ist jedes Werk von Irmtraud Hoeft ein Unikat, das von Ausdrucksstärke und eigenwilligem Charakter geprägt ist.

Sulz am Neckar

Um 14 und 16 Uhr gibt es „Geschichte und Geschichten rund um den Sulzer Marktplatz“

Ein paar Kilometer Neckar abwärts kann man in die Historie und in die Kunstgeschichte eintauchen: Der SPD- Ortsverein Sulz-Dornhan lädt um 14 und um 16 Uhr ein zu „Geschichte und Geschichten rund um den Sulzer Marktplatz“.

Im Bauernfeind-Museum gibt es eine kostenlose Führung. Foto: Kuball

Gleich nebenan gibt es im Bauernfeindmuseum um 14 Uhr eine kostenlose Führung zum bekanntesten deutschen Orientmaler. Von 10 bis 17 Uhr lockt Kunst und Kalorien mit „Kunst fürs Auge und den Gaumen“.

Sulz-Glatt

Im Schloss Glatt sind verschiedene Ausstellungen und Sammlungen zu sehen. Im Wirtschaftsgebäude stellen zwei Künstlerinnen aus.

In Sulz-Glatt ist das von 11 bis 18 Uhr geöffnete Kultur- und Museumszentrum immer einen Abstecher wert. Schon eine Stunde früher öffnen Barbara Irion und Heidemarie Messner ihre Kunstausstellung „be-schaulich und be-greiflich“ im benachbarten Wirtschaftsgebäude.

Horb am Neckar

Ebenfalls von 10 bis 18 Uhr lässt der Bildhauer und Zeichner Josef Nadj in Horb-Dettingen in sein Atelier blicken.

In Horb am Alten Freibad kann man von 14 bis 16 Uhr am Bootsanlegeplatz die Kunst des Stocherkahnfahrens erleben.

Nur wenige Schritte entfernt zeigt das Museum Jüdischer Betsaal von 12 bis 17 Uhr die Fotoausstellung „Christian Herrmann: Jüdische Spuren in der Bokowina und in Galizien“.

Von 14 bis 16 Uhr öffnet Holger Dopp bei gutem Wetter den Kakteengarten an der Sommerhalde, erklärt sachkundig und beantwortet Fragen.

Die Galerie des Kunstvereins Oberer Neckar im Kulturhaus Kloster bei der Stiftskirche lädt von 14 bis 18 Uhr zur „12. ORTSZEIT – Figur und Raum – Ausstellung der Preisträger“ ein. Von 14 bis 17 Uhr können Besucherinnen und Besucher im Stadtmuseum Horb im BürgerKulturHaus am Marktplatz die Sonderausstellung „Kaltenmoser & Söhne – Motive einer Malerfamilie“ oder die anderen Museumsschätze besichtigen.

Durch das TANDEMS Kunstfestival ist das Programm in Horb am Neckar dieses Jahr besonders bunt und abwechslungsreich. Zum Aktionstag „Rad und Kunst“ lädt es zwischen 10 und 18 Uhr an sechs interaktiven
TANDEMStationen zum Kunstgenuss und zum Mitmachen ein.

Direkt am Radweg auf der Turnierwiese kann man auf den Rasenstufen Open-Air-Picknick-Kino mit einem von Jugendlichen gedrehten lustigen Video-Krimi oder internationale Fahrrad-Kurzfilme anschauen.

Im ARTpark hinter der Grundschule gibt es multikulturelle Musik-Performance.

Am Radweg hinter der Eisenbahnbrücke darf man an der dritten Station mitgebrachte weiße Baumwolltextilien in Batikkunstwerke verwandeln oder experimentelle Musik machen.

An der vom Fischerverein Horb bewirteten Fischerhütte setzt das chamaeleon-Theater das TANDEMS-Motto „Gemeinsam sind wir stärker!“ in Szene.

Und jenseits des Stegs am anderen Neckarufer präsentieren sich im ehemaligen Gartenschaugelände beim Neckarbad mobile und hörbare Fahrradkunstwerke.

Die sechste TANDEMStation ist im Blauen Atelier in Horb-Mühlen, wo man von Kindern gemalte Bildergeschichten anschauen oder paarweises TANDEMalen ausprobieren sollte.

Horb-Mühlen

Ein textiles Kunstwerk in der Remigiuskirche.
Ein textiles Kunstwerk in der Remigiuskirche.

Nebenan findet ein ganz besonderes Ereignis für alle Radfahrenden statt. Die Remigiuskirche Horb-Mühlen ist an diesem Morgen Ziel einer großen Fahrrad-Sternfahrt aus den umliegenden Gemeinden. Um 11 Uhr gibt es einen gemeinsamen Fahrrad-Gottesdienst zur feierlichen Eröffnung als Radwege- und Pilgerkirche. Um 12:30 Uhr schließt sich eine Kirchenführung an.

Starzach-Börstingen

Der Förderverein Heimat und Kultur in Starzach-Börstingen präsentiert sich mit der Veranstaltung „Alles im Fluss – nichts bleibt wie es ist“ wie viele andere auch sowohl im Rahmen des Neckar-Erlebnis-Tag Rad und Kunst, wie auch des landesweiten Aktionstags „Unser Neckar“. Zum einen gibt es von 11 bis 18 Uhr im Dorfmuseum Kulturtankstelle eine Ausstellung zum Thema Flößerei, sowie Bewirtung mit Maultaschen, Kartoffelsalat, Kaffee und Kuchen – zum anderen auch eine „Außenstelle“ am Gewässerökologischen Lehrpfad mit einer künstlerischen Licht- und Luft-Installation (Frank Fierke aus Börstingen) sowie das Ökomobil.

Licht- und Luftobjekte von Frank FierkeKL
Licht- und Luftobjekte von Frank Fierke.

Rottenburg-Obernau

Mit dabei ist auch wieder „Mein Wollelädle“ in Rottenburg-Obernau von 11 bis 18 Uhr mit kreativen Handarbeiten und kulinarischen Erfrischungen.

Rottenburg-Bad Niedernau

Holzkunst zeigt "Die Drechslerin" Gudrun Rotermund.
Holzkunst zeigt „Die Drechslerin“ Gudrun Rotermund.

Gleich zwei Ateliers öffnen in Bad Niedernau: „Die Drechslerin“ Gudrun Rotermund zeigt von 11 bis 18 Uhr „Drechselarbeiten aus Holz: Schalen, Kreisel, Flaschenöffner und vieles mehr“.

Kirsten Stiegler öffnet ihr Atelier.
Kirsten Stiegler öffnet ihr Atelier.

Ganz im Trend liegt auch Kirsten Stiegler, die von 9 bis 17 Uhr „Upcycling-Kunst“ präsentiert: Schmuck, Taschen und anderes.

Rottenburg am Neckar

Horst Fenn lädt zu Begegnungen ein.
Horst Fenn lädt zu Begegnungen ein.

In Rottenburg empfängt das Atelier Horst Fenn von 10 bis 18 Uhr Besucher und lädt sie zu „Begegnungen mit Kunst, Künstler und Kunstliebenden“ ein.

Auch eine Kunst ist der Weinbau, den man sich ab 14:30 Uhr bei einer Führung „Mit dem Wengerter durch den Weinberg“ erklären lassen kann. Treffpunkt ist am Schul- und Wanderparkplatz Märchensee in Wendelsheim.

Hier können Sie den NET_Flyer_Veranstaltungen_RadundKunst herunterladen.

Hier können Sie die Broschüre Unser Neckar Aktionstag 2019 herunterladen.

Künstler und kreative Köpfe an den Start!

Informationstreff rund um Förderung kultureller Projekte mit LEADER

Wer auf die Suche nach einem Zuschuss für Kunst- oder Kulturprojekte geht, denkt nicht als erstes an das europäische Regionalförderprogramm LEADER. Direktvermarktung und Dorfentwicklung werden eher mit der Regionalentwicklung verknüpft. Jedoch sind die Möglichkeiten zur finanziellen Unterstützung von Kunst- und Kulturinitiativen des Programms facettenreich. Von der Programmerstellung bis zur spartenübergreifenden Vernetzung, von der kulturpädagogischen Aufbereitung bis zur Vernissage – das alles steckt in dem vielseitigen europäischen Förderprogramm.
Ein Informationsabend in lockerer Atmosphäre bietet nun die Gelegenheit, das Programm näher kennenzulernen, Fragen zu einer möglichen finanziellen Unterstützung von Projekten aus dem Bereich Kunst und Kultur zu stellen und sich mit dem Regionalmanagement und bisherigen Projektträgern auszutauschen. Der Informationstreff LEADER – InformaL Kunst und Kultur findet am 22. November 2018 um 18 Uhr im Theatersaal des Kulturzentrums Kloster in Horb am Neckar statt. Passend dazu startet bereits Mitte November der nächste Projektaufruf, bei dem Projektbewerbungen aus dem Bereich Kunst und Kultur gefragt sind.

Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung bei der LEADER Geschäftsstelle Oberer Neckar gebeten.

Online-Anmeldung und weitere Informationen auf www.leader-oberer-neckar.de/veranstaltungen.

 

Kontakt:

LEADER Geschäftsstelle Oberer Neckar

Heerstraße 55a

78628 Rottweil

Tel.: 0741 244 8101

E-Mail: info@leader-oberer-neckar.de

Die längste Kunstmeile Baden-Württembergs!

Es muss ja nicht immer das beste, schönste, größte, spektakulärste Ergebnis sein: Aber ein bisschen stolz sind wir schon, dass im Neckar-Erlebnis-Tal die längste Kunstmeile Baden-Württembergs entstand.

Von Oberndorf bis Rottenburg gab es bei gutem Wetter Aktionen, Ausstellungen und offene Ateliertüren.
Auch das leibliche Wohl und Gespräche kamen nicht zu kurz.

Eröffnung im Stadtpark Wöhrd in Sulz

Zur offiziellen Eröffnungsveranstaltung kamen der Sulzer Bürgermeister Gerd Hieber, der Horber Bürgermeister Ralph Zimmermann, Thomas Weigel als Erster Bürgermeister von Rottenburg, die 2. Vorsitzende des Vereins Neckar-Erlebnis-Tal sowie Betriebsleiterin der Wirtschaft Tourismus Gastornomie Rottenburg, Christina Gsell, und Frank Börnard, ebenfalls 2. Vorsitzender NET und in Sulz für Tourismus, Öffentlichkeitsarbeit sowie Kultur zuständig, und etliche Gäste.

Der Sulzer Bürgermeister Gerd Hieber (links) und der zweite Vorsitzende des Vereins Neckar-Erlebnis-Tal, Frank Börnard, eröffneten den Aktionstag.
Der Horber Bürgermeister Ralph Zimmermann, Frank Börnard, Richard Caspar, Bürgermeister Gerd Hieber, Erster Bürgermeister Thomas Weigel und Christina Gsell (von links nach rechts).

Im Stadtpark Wöhrd wurde getanzt, gemalt und viel über Kunst und Kultur gesprochen. „Die Atmosphäre war sehr entspannt und inspirierend. Es gab viele Begegnungen und intensive Gespräche. Damit konnten wir unser Ziel erreichen – Kunsterlebnis und Radfahren miteinander zu verbinden, Vernetzung und Öffentlichkeit zu schaffen sowie den hier Lebenden die Vielfalt der Angebote im Neckartal bewusster zu machen“, fasste Frank Börnard zusammen.

Auf großes Interesse stießen die Einreichungen aus dem KIPP art Kunstwettbewerb, die beim Aktionstag vorgestellt wurden.

Gut 200 Gäste besuchten über den Tag verteilt die Veranstaltung. „Für die Anbieter von Speis und Trank war das wenig“, bedauert Börnard. „Aber wer zu uns kam, genoss die Marktplatz-Atmosphäre sichtlich. Die Bilder und Skulpturen aus dem KIPP art Kunstwettbewerb fanden große Resonanz. Und vor allem die Kinder aus mehreren Nationen hatten ihren Spaß beim Breakdance und beim Malen.“

Die Volkstanzgruppe Sulz am Neckar lud Besucher zum Mittanzen ein.
Hauptmotiv bei der Malaktion der Jugendkunstschule KREISEL war natürlich das Fahrrad.
Die Kinder hatten viel Spaß mit Farben und Leinwand.

Rad-Gottesdienst in Horb-Mühlen

In der evangelischen Remigiuskirche in Mühlen war der Nachbau des ersten Fahrrads zu bewundern, wie Karl Drais es vor 200 Jahren erfunden hat. Der Kunstschmid Anton Armbruster aus Dießen hat es originalgetreu nachgebaut. In seiner Predigt ging Pfarrer Unz darauf ein, wie das Fahrrad entstand und wichtig das Fahrrad noch heute für die Menschen ist.

Ausstellungseröffnung DAS RAD bei co-werk

gut besucht war der Tag des Offenen Ateliers bei co-werk in Altoberndorf am Wahlsonntag und Aktionstag der Initiative Rad und Kunst vom Neckar-Erlebnistal. Ungefähr siebzig Interessierte nutzten die Gelegenheit um beim Gang zum oder vom Wahllokal die neue Sonderausstellung zum Thema Rad sich vor Ort direkt anzuschauen. Viele Besucher kamen tatsächlich mit dem Fahrrad und wollten noch mehrere Etappen des Radweges abfahren.

Jens Hogh-Binder eröffnete seine Ausstellung „DAS RAD“ am Aktionstag.

Besonders die klaren und schönen Formen, die der Bildhauer Jens Hogh-Binder in seinen Steinskulpturen zeigt, hatten es den Besuchern in der neuen Sonderausstellung DAS RAD angetan. Viele Fragen nach der Thematik, der Steinbearbeitung und verwendetem Material konnten vom Bildhauer anschaulich beantwortet werden. Für Gesprächsstoff sorgte die berühmte Radskizze des Mystikers des Schweizer Nationalheiligen Bruder Klaus, die von Hogh-Binder in Alabaster und Marmor umgesetzt wurde. Nach wie vor sorgte auch die Gesamtpräsentation der beiden Ausstellungen in den ehemaligen Hallen der Mechanischen Werkstätte für viel Bewunderung.

Miriam Holzer und Jana Klink begleiteten die Ausstellungseröffnung im co-werk musikalisch.

Am späten Vormittag startete auch das Rahmenprogramm mit Musik und Artistik, das von Miriam Holzer und Jana Klink an der Klarinette hervorragend eingeläutet wurde. Sie hatten vier Musikstücke herausgesucht, die beschwingt vorgetragen wurden optimal zum Thema Bewegung passten.

Vor dem co-werk zeigten Einrad-Artisten ihre Kunst.

Den zweiten Teil bildete dann die artistischen Einlagen der beiden jungen Akrobaten Timo und Jan Hirschmann vom Zirkus Konfetti. Im Hof war ein spannender Hindernisparcour aus Auto-Anhänger, Gerüstdielen und Paletten aufbaut, die zwischen Rampe, Treppe und Boden des Hofes ausgelegt waren. Die beiden meisterten alles mit Bravour, sowohl das Seilspringen wie auch das Hüpfen und Springen über die Hindernisse und angefeuert vom Publikum gab es auch noch einige Zugaben. Am Ende waren sich alle einig, dass die Teilnahme von co-werk am Aktionstag von Rad und Kunst ein kleines Highlight und einen Gewinn für den Standort Oberndorf darstellte. Weitere Veranstaltungen bei co-werk werden im kommenden Jahr folgen.

Weit offene Türen in Rottenburg

„Wir haben die Türen unserer Galerie des KUKA richtig weit aufgemacht“, schreibt K.N. Holder aus Rottenburg, die sich gerne am Aktionstag „Rad und Kunst“ beteilgt hat.

Viele Radfahrer in Bad Niedernau

„Wir hatten viele Radfahrer als Gäste im Atelier“, resümmiert Kirsten Stiegler vom KREATIV ATELIER Bad Niedernau. „Die Flyer zum Aktionstag ‚Rad und Kunst‘ waren sehr begehrt und alle waren überrascht vom reichhaltigen Angebot im Neckar-Erlebnis-Tal.“
„Die Veranstaltung am Sonntag war ein voller Erfolg“, freut sich Michael Eggenweiler von der Kunst- und Kulturscheune. „Ich konnte in meiner Scheune etwa 300 Besucher empfangen.“

Alltagskunst und Kohlensäure im Dorfmuseum Kulturtankstelle

Der Zauber von Hebelverschlüssen: Im Dorfmuseum Kulturtankstelle in Starzach-Börstingen wurde die Ausstellung „Alltagskunst und Kohlensäure“ mit Bildern von Helene Vincon eröffnet.

„Alltagskunst als Schatz gehoben im Katzenbachtal bei einem Spaziergang am Wasser“, so beschrieb die Vorsitzende des Fördervereins Heimat und Kultur in Börstingen e. V., Monika Laufenberg, die Bilder von Helene Vincon, die im Rahmen des Neckar-Erlebnis-Tal-Tages „Rad und Kunst“ in der „Kulturtank­stelle“ in Starzach-Börstingen gezeigt wurden.

Wie Kieselsteine lagen die Porzellanverschlüsse im Wasser und brachen die Sonnenstrahlen im Wasser. Das Licht warf im wahrsten Sinne des Wortes Streiflichter auf diese kunstvollen Objekte und damit auch auf eine vergangene Epoche, in der Mineralwasser noch in Flaschen mit Porzellanhebelverschlüssen verschlossen wurde.

Mineralquellen wurden schon in Römerzeit genutzt

Die Nutzung der Mineralwasserquellen im Schwäbischen Sauerland zwischen Bad Niedernau und Bad Imnau lässt sich bis in die Römerzeit zurück verfolgen. Aufgrund ihrer wohltuenden und heilenden Eigenschaften wurden viele Mineralwässer schon sehr früh verpackt und versendet. Von Anfang an war es jedoch problematisch, beim Versand der Wässer die „subtilen Geister“ des Wassers zu erhalten und es unverdorben zum Verbraucher zu bringen, wie Monika Laufenberg in ihren einleitenden Worten darlegte.

Jahrhundertelang wurden Steinzeugkrüge, die sogenannten Sauerschlegel, und zunächst auch Glasflaschen mit Korkstopfen verschlossen, die mit Wachs oder Pech und Bindfaden abgedichtet waren. Ende der 1870er Jahre gab es das erste Patent für einen Hebelverschluss, der mit einem weiteren Patent verbessert wurde und mit weißem Porzellankopf versehen, bis weit in die 1960er Jahre in Gebrauch blieb. Diese Hebelverschlüsse lagen nun im Katzenbach im Kurpark in Bad Niedernau, wahrscheinlich entsorgt, als man Anfang der 1970 Jahre zur Perlenflasche als Behältnis für kohlensäurehaltige Getränke überging.

Ausstellung ist bis 29. Oktober zu sehen

Helene Vincon hat diesen Schatz wahr genommen und durch ihre wässrig-luftig-leichten Gemälden der Alltäglichkeit enthoben. Jahre später dann hat sie die Bilder mehrfach ausgestellt und anlässlich einer dieser Ausstellungen kam ein junger Mann zu ihr und sagte sinngemäß: „Das war mein Schatz im Katzenbach, den Sie damals gehoben haben“, denn er hatte als Kind die Porzellanverschlüsse an einer Stelle im Bach gesammelt und auf eben jene Stelle war Helene Vincon damals gestoßen. So hat die Künstlerin den Zauber, den der kleine Junge beim Anblick der Porzellanverschlüsse im Wasser empfand, ins Bild gesetzt.

Monika Laufenberg dankte für die neue, künstlerische Sichtweise auf diese scheinbar alltäglichen Porzellanverschlüsse und ergänzte dies sei ein weiterer Aspekt im Prisma der Kohlensäuregeschichte des Schwäbischen Sauerlands.

Die Gemälde werden noch bis 29. Oktober im Dorfmuseum „Kulturtankstelle“ zu sehen sein.

Verrückte Party bei kunstortELEVENartspace

Die Künstlerinnen und Künstler haben gemeinsam mit der Eventkneipe Gasthaus Lamm eine „Mad Hatter Kunst Bier Party’“ veranstaltet. Was genau das ist? Schauen Sie selbst auf der Facebook-Seite von kunstortELEVENartspace.

Presse berichtet über Aktionstag „Rad und Kunst“

#radundkunst bei der „Mach‘ was draus!“

Bei der Messe für Bürgerbeteiligung und Bürgerengagement „Mach‘ was draus!“ war auch #radundkunst mit einem Infostand dabei. In der Stadthalle im Backsteinbau in Sulz am Neckar wurde der neue Flyer vorgestellt – und es entstand sogar Kunst.

Hier gibt es ein kurzes Video zur Messe:

Jugendkunstschule Kreisel bezieht Besucher mit ein

Die Besucher der Messe konnten am großen Stand der Jugendkunstschule KREISEL selber aktiv werden: Radka Haaga malte mit ihnen Motive aus der Stadt Sulz. Dabei sind drei großformatige, beeindruckende Bilder entstanden.

Radka Haaga malte mit den großen und kleinen Besuchern drei beeindruckende Bilder.
Sidra Hamo malte unter der Anleitung von Radka Haaga (rechts) das Wasserschloss in Glatt. Hans-Ulrich Händel interviewte die beiden Künstlerinnen.

Tolle Ergebnisse von der „Mach‘ was draus!“

Die Ruine Albeck in Sulz am Neckar.
Die Waldhornbrücke.
Wasserschloss Glatt.

Weitere Eindrücke von der Messe finden Sie in einer kleinen Diashow auf Facebook.