Weihnachtsbräuche und Weihnachtskunst im schwäbischen Raum

Über die Jahreswende 2017/18 verwandelt sich das Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt in ein „Weihnachtsland“. In einer Sonderausstellung wird die Vielfalt an Brauch- und Kunstformen veranschaulicht, die das Weihnachtsfest in Baden-Württemberg und Bayerisch-Schwaben hervorgebracht hat.

Ab 18. November zeigt der Landkreis Rottweil in Verbindung mit der Stadt Sulz am Neckar und dem Bürger- und Kulturverein Schloss Glatt im Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt die Ausstellung „Weihnachtsbräuche und Weihnachtskunst im schwäbischen Raum“. Präsentiert werden exemplarische Zeugnisse der Festkultur, die für den schwäbischen Raum von historischer (und aktueller) Bedeutung sind. Die ausgestellten Kunstwerke und Objekte, Druckwerke und Manuskripte stammen großenteils aus Museen, Bibliotheken, Archiven und privaten Sammlungen in Baden-Württemberg und Bayerisch-Schwaben.

Werkstatt Hans Rueland, Anbetung der Könige, 1474, Sammlung Dursch, Dominikanermuseum Rottweil (Foto: HP Kammerer, Rottweil)
Werkstatt Hans Rueland, Anbetung der Könige, 1474, Sammlung Dursch, Dominikanermuseum Rottweil (Foto: HP Kammerer, Rottweil)

Vielfalt der Brauchformen – Vielfalt der Kunstformen

Weihnachten ist im Kulturkreis der römisch-katholischen und der evangelischen Kirchen das populärste Fest im Jahreslauf. Das Weihnachtsfest wandelte sich in der Neuzeit von einem Kirchenfest zu einem vorwiegend privaten und zunehmend profanen Familienfest. Um das Weihnachtsfest rankt sich ein Geflecht von Bräuchen; der Vielfalt der Brauchformen entspricht die Vielfalt der Kunstformen.

DEU, Deutschland,
Photo:©Roland Rasemann

Die kulturgeschichtliche Ausstellung ist in acht Themenbereiche gegliedert. Der Dokumentationsschwerpunkt liegt auf der Weihnachtskrippe als symbolträchtigster Manifestationsform der Festkultur. Die ersten beiden Abteilungen sind den Wurzeln von Krippenbräuchen und Krippenkunst gewidmet: der Verehrung des Jesuskindes und der Darstellung der Weihnachtsgeschichte in der Kirchenkunst. In fünf Abteilungen werden unter verschiedenen Sachaspekten die Entwicklungslinien der Krippenkultur im südwestdeutschen Raum an exemplarischen Beispielen aufgezeigt. In einer weiteren Abteilung wird die bunte Fülle der Weihnachtsbräuche, die sich rund um Weihnachtskrippe und Christbaum entfaltet hat, anhand ausgewählter Beispiele veranschaulicht.

Eröffnung am Samstag, dem 18. November

Die Ausstellung „Weihnachtsbräuche und Weihnachtskunst im schwäbischen Raum“ wird am Samstag, 18. November, um 16 Uhr von Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel eröffnet. Kreisarchivar Bernhard Rüth führt in den Themenbereich der Weihnachtsbräuche und der Weihnachtskunst ein. Die Veranstaltung wird vom Büchele-Quartett mit weihnachtlichen Liedern und Instrumentalstücken aus Oberschwaben umrahmt.

Öffnungszeiten

Die Weihnachtsausstellung, zu der ein Begleitbuch erscheint, ist bis zum 4. Februar jeweils freitags bis sonntags von 14 Uhr bis 17 Uhr zu besichtigen. Am 24. und am 31. Dezember bleibt das Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt geschlossen.

Christa Grübel und Silvia Berner stellen im Wasserschloss Glatt aus

Im Wirtschaftsgebäude des Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt stellen  die beiden Künstlerinnen Christa Grübel und Silvia Berner bereits zum siebten Mal aus. Bis Sonntag, 3. September, ist die Ausstellung täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Schmuck und Malerei stellen die beiden Künstlerinnen Christa Grübel und Silvia Berner bereits zum siebten Mal im Wasserschloss Glatt aus.
Schmuck und Malerei stellen die beiden Künstlerinnen Christa Grübel (rechts) und Silvia Berner bereits zum siebten Mal im Wasserschloss Glatt aus.

Neues Faltblatt zum Aktionstag „Rad und Kunst“ erhältlich

Am Eingang zum Wirtschaftsgebäude gibt es auch bereits die Faltblätter zum Aktionstag „Rad und Kunst“. Er findet dieses Jahr am Sonntag, dem 24. September, im Neckar-Erlebnis-Tal statt. „Das passt gut zu uns“, finden die beiden Künstlerinnen – denn sie bekommen in Glatt häufig Besuch von Radlern mit Interesse an Kunst.

Artikel über Christa Grübel und Silvia Berner

Jasmin Cools vom Schwarzwälder Boten hat unter dem Titel „Kleine Nuancen machen sie besonders“ einen Artikel über die Künstlerinnen geschrieben.