„KrippenSpiele“ in der Zehntscheuer Rottenburg

Unter dem Titel „KrippenSpiele“ zeigt der Kulturverein Zehntscheuer vom 29. November bis 7. Januar 2018 Arbeiten von etwa 30 Künstlerinnen und Künstlern.

Die ältesten Darstellungen der Geburt Christi stammen bereits aus dem 4. Jahrhundert und finden sich in der Ikonografie mit der Krippe im Stall, dem Stern von Bethlehem und den heiligen 3 Königen in immer wiederkehrenden Bildmotiven der Kunstgeschichte bis heute.

Diese Ausstellung belebt den kunstgeschichtlichen Aspekt neu und ermöglicht durch den Titel „KrippenSpiele“ den Teilnehmern bei der Auswahl ihrer künstlerischen Techniken und Darstellungsformen auch szenische Beiträge, Fotos, Performances und Klanginstallationen, neben den klassischen Techniken Zeichnungen, Malerei und Skulptur.

Die Ausstellung präsentiert religiöse, aber auch distanzierte und kritische Haltungen zur Weihnachtsgeschichte.

Teilnehmende Künstler:

Susanne Brändle, Gertrud Buder, Petra Ariane Ehinger, Ralf Ehmann, Hannelore Fehse, Renate Gaisser, CHC Geiselhart, Axel von Criegern, Anina Gröger, Klaus Hack, Thomas Heger, Susanne Höfler, Mandy Kabirschke, EBBA Kaynak, Bernd Mattiebe, Katalin Moldvay, Sigrid Nienstedt, Barbara Oswald, Christa Planck, Thomas Putze, Paul Revellio, Helga Ruf, Wolfgang Sautermeister, Dorothee Schabert, H. P. Schlotter, Herbert Schmidt, Ulrich Schultheiß, Herbert Stehle, Rosemarie Vollmer

Ausblicke – Carola Dewor, Hannelore Fehse, Johanna Jakowlev

Hannelore Fehse, Häuser in Tomerdingen, 2017. Foto: Kulturamt

Mit der Ausstellung „Ausblicke“ mit Arbeiten von Carola Dewor, Hannelore Fehse und Johanna Jakowlev (bis 12.11.2017) zeigt der Kulturverein Zehntscheuer Rottenburg den malerischen Blick von 3 Künstlerinnen auf Landschaft und Architektur. Gemeinsam ist allen Arbeiten die Auseinandersetzung mit Architektur, ohne dabei Menschen abzubilden.

Carola Dewors Arbeiten „Auf der Strecke“ beziehen sich auf eine Dokumentation der Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn.
Sie zeigen Bahnhöfe, Gleisanlagen, Industriebrachen, verlassene Zeugnisse der Industrialisierung, alltägliche Ausschnitte von Eingriffen in Landschaft und Natur, die ihre melancholische Ästhetik erst auf den zweiten Blick entfalten.

Hannelore Fehse, Häuser in Tomerdingen, 2017. Foto: Kulturamt
Hannelore Fehse, Häuser in Tomerdingen, 2017. Foto: Kulturamt

Hannelore Fehse ist fasziniert von der Kulturlandschaft der Schwäbischen Alb und einer Architektur der Angemessenheit, in der nichts überflüssig ist. Die Arbeiten spiegeln die Lebenshaltung der Menschen und ihrer Konzentration auf das Wesentliche. Konsequent stellt sie die Gebäude in ihren Grundformen dar, verändert ihre Farbigkeit und schafft so abstrahierende, neue Blicke und Darstellungen.

Johanna Jakowlev, Schwindspannung I, 2016. Foto: Kulturamt

Johanna Jakowlevs Gebäude sind Fragmente, Relikte der
Phantasie vielleicht existierender Situationen. Der Mensch als Erbauer ist verschwunden und die Mauern und Wände, in farbig gebrochener Tristesse, wirken wie Bühnenbilder einer vergangenen Welt – Traumkulissen, in denen der Betrachter Ruhe und Konzentration erfährt.

Für alle drei Künstlerinnen gilt, dass sie Orte mit ganz eigener Poesie, Rückbesinnung, Schönheit und Sehnsucht erschaffen.

Öffnungszeiten:

Mi–Fr 15–18 Uhr
Sa/So/Feiertage 13–18 Uhr

Weihnachtsbräuche und Weihnachtskunst im schwäbischen Raum

Über die Jahreswende 2017/18 verwandelt sich das Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt in ein „Weihnachtsland“. In einer Sonderausstellung wird die Vielfalt an Brauch- und Kunstformen veranschaulicht, die das Weihnachtsfest in Baden-Württemberg und Bayerisch-Schwaben hervorgebracht hat.

Ab 18. November zeigt der Landkreis Rottweil in Verbindung mit der Stadt Sulz am Neckar und dem Bürger- und Kulturverein Schloss Glatt im Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt die Ausstellung „Weihnachtsbräuche und Weihnachtskunst im schwäbischen Raum“. Präsentiert werden exemplarische Zeugnisse der Festkultur, die für den schwäbischen Raum von historischer (und aktueller) Bedeutung sind. Die ausgestellten Kunstwerke und Objekte, Druckwerke und Manuskripte stammen großenteils aus Museen, Bibliotheken, Archiven und privaten Sammlungen in Baden-Württemberg und Bayerisch-Schwaben.

Werkstatt Hans Rueland, Anbetung der Könige, 1474, Sammlung Dursch, Dominikanermuseum Rottweil (Foto: HP Kammerer, Rottweil)
Werkstatt Hans Rueland, Anbetung der Könige, 1474, Sammlung Dursch, Dominikanermuseum Rottweil (Foto: HP Kammerer, Rottweil)

Vielfalt der Brauchformen – Vielfalt der Kunstformen

Weihnachten ist im Kulturkreis der römisch-katholischen und der evangelischen Kirchen das populärste Fest im Jahreslauf. Das Weihnachtsfest wandelte sich in der Neuzeit von einem Kirchenfest zu einem vorwiegend privaten und zunehmend profanen Familienfest. Um das Weihnachtsfest rankt sich ein Geflecht von Bräuchen; der Vielfalt der Brauchformen entspricht die Vielfalt der Kunstformen.

DEU, Deutschland,
Photo:©Roland Rasemann

Die kulturgeschichtliche Ausstellung ist in acht Themenbereiche gegliedert. Der Dokumentationsschwerpunkt liegt auf der Weihnachtskrippe als symbolträchtigster Manifestationsform der Festkultur. Die ersten beiden Abteilungen sind den Wurzeln von Krippenbräuchen und Krippenkunst gewidmet: der Verehrung des Jesuskindes und der Darstellung der Weihnachtsgeschichte in der Kirchenkunst. In fünf Abteilungen werden unter verschiedenen Sachaspekten die Entwicklungslinien der Krippenkultur im südwestdeutschen Raum an exemplarischen Beispielen aufgezeigt. In einer weiteren Abteilung wird die bunte Fülle der Weihnachtsbräuche, die sich rund um Weihnachtskrippe und Christbaum entfaltet hat, anhand ausgewählter Beispiele veranschaulicht.

Eröffnung am Samstag, dem 18. November

Die Ausstellung „Weihnachtsbräuche und Weihnachtskunst im schwäbischen Raum“ wird am Samstag, 18. November, um 16 Uhr von Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel eröffnet. Kreisarchivar Bernhard Rüth führt in den Themenbereich der Weihnachtsbräuche und der Weihnachtskunst ein. Die Veranstaltung wird vom Büchele-Quartett mit weihnachtlichen Liedern und Instrumentalstücken aus Oberschwaben umrahmt.

Öffnungszeiten

Die Weihnachtsausstellung, zu der ein Begleitbuch erscheint, ist bis zum 4. Februar jeweils freitags bis sonntags von 14 Uhr bis 17 Uhr zu besichtigen. Am 24. und am 31. Dezember bleibt das Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt geschlossen.

Christa Grübel und Silvia Berner stellen im Wasserschloss Glatt aus

Im Wirtschaftsgebäude des Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt stellen  die beiden Künstlerinnen Christa Grübel und Silvia Berner bereits zum siebten Mal aus. Bis Sonntag, 3. September, ist die Ausstellung täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Schmuck und Malerei stellen die beiden Künstlerinnen Christa Grübel und Silvia Berner bereits zum siebten Mal im Wasserschloss Glatt aus.
Schmuck und Malerei stellen die beiden Künstlerinnen Christa Grübel (rechts) und Silvia Berner bereits zum siebten Mal im Wasserschloss Glatt aus.

Neues Faltblatt zum Aktionstag „Rad und Kunst“ erhältlich

Am Eingang zum Wirtschaftsgebäude gibt es auch bereits die Faltblätter zum Aktionstag „Rad und Kunst“. Er findet dieses Jahr am Sonntag, dem 24. September, im Neckar-Erlebnis-Tal statt. „Das passt gut zu uns“, finden die beiden Künstlerinnen – denn sie bekommen in Glatt häufig Besuch von Radlern mit Interesse an Kunst.

Artikel über Christa Grübel und Silvia Berner

Jasmin Cools vom Schwarzwälder Boten hat unter dem Titel „Kleine Nuancen machen sie besonders“ einen Artikel über die Künstlerinnen geschrieben.