Ausblicke – Carola Dewor, Hannelore Fehse, Johanna Jakowlev

Mit der Ausstellung „Ausblicke“ mit Arbeiten von Carola Dewor, Hannelore Fehse und Johanna Jakowlev (bis 12.11.2017) zeigt der Kulturverein Zehntscheuer Rottenburg den malerischen Blick von 3 Künstlerinnen auf Landschaft und Architektur. Gemeinsam ist allen Arbeiten die Auseinandersetzung mit Architektur, ohne dabei Menschen abzubilden.

Carola Dewors Arbeiten „Auf der Strecke“ beziehen sich auf eine Dokumentation der Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn.
Sie zeigen Bahnhöfe, Gleisanlagen, Industriebrachen, verlassene Zeugnisse der Industrialisierung, alltägliche Ausschnitte von Eingriffen in Landschaft und Natur, die ihre melancholische Ästhetik erst auf den zweiten Blick entfalten.

Hannelore Fehse, Häuser in Tomerdingen, 2017. Foto: Kulturamt
Hannelore Fehse, Häuser in Tomerdingen, 2017. Foto: Kulturamt

Hannelore Fehse ist fasziniert von der Kulturlandschaft der Schwäbischen Alb und einer Architektur der Angemessenheit, in der nichts überflüssig ist. Die Arbeiten spiegeln die Lebenshaltung der Menschen und ihrer Konzentration auf das Wesentliche. Konsequent stellt sie die Gebäude in ihren Grundformen dar, verändert ihre Farbigkeit und schafft so abstrahierende, neue Blicke und Darstellungen.

Johanna Jakowlev, Schwindspannung I, 2016. Foto: Kulturamt

Johanna Jakowlevs Gebäude sind Fragmente, Relikte der
Phantasie vielleicht existierender Situationen. Der Mensch als Erbauer ist verschwunden und die Mauern und Wände, in farbig gebrochener Tristesse, wirken wie Bühnenbilder einer vergangenen Welt – Traumkulissen, in denen der Betrachter Ruhe und Konzentration erfährt.

Für alle drei Künstlerinnen gilt, dass sie Orte mit ganz eigener Poesie, Rückbesinnung, Schönheit und Sehnsucht erschaffen.

Öffnungszeiten:

Mi–Fr 15–18 Uhr
Sa/So/Feiertage 13–18 Uhr